Fall 1: Dermatosklerose, Dr. med. Roland Schaufler, Wien, Österreich

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Fortgeschrittene Dermatosklerose am Unterschenkel nach Jahre zurückliegendem Venen-Stripping

Patient: Maria S., 80 Jahre 
Behandlungszeitraum: Mai 05 bis laufend

Anamnese:

  • mittelgradige Aortenstenose (max. Gradient 64 mmHg/mittlerer Gradient 40 mmHg) im Echo Mai 2003
  • Ergometrie Oktober 2002: 70% Leistungsfähigkeit, keine belastungsabhängige Koronarinsuffizienz.
  • cAVK: 50-prozentige Stenose der A.carotis interna dextra im Juni 1997
  • symptomlose Sigmadivertikulose (Koloskopie Februar 1996)
  • Zustand nach Cholecystektomie, Appendektomie, Tonsillektomie, Hysterektomie vaginal 1976, dann Ovarektomie beidseits
  • Zustand nach traumatischer Zehenamputation (4. Strahl) vor 60 Jahren

Die Dame entstammt einem ländlich-bäuerlichen Hintergrund, wird seit Jahrzehnten(!) von ihrem Hausarzt schulmedizinisch betreut und in ist hohem Maße an ihre allopathische Medikation (v.a. Blutdruck-Medikamente) gewöhnt. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem MORA-Gerät, lässt sie sich wegen der zunehmenden Schmerzen im Bein, gegen die der Hausarzt nichts ausrichten konnte, auf die Behandlung ein.

Lokalstatus im Mai 2005: Chronisch-venöse Insuffizienz Grad 2, Zustand nach Ulcus cruris links mit nachfolgend sich entwickelnder Dermatosklerose am distalen Unterschenkel und Vorfuß. Dies führt zu starken, klammerartigen Schmerzen und einer Bewegungseinschränkung. Die zahlreichen bereits versuchten Schmerzmittel haben keine Wirkung gezeigt.

Der Gatte der Patientin, den sie jahrelang zu Hause wegen fortschreitendem Morbus Alzheimer gepflegt hat, ist im Dezember 2004 verstorben. Dieses Verlusterlebnis und die auch damit verbundene Einschränkung der finanziellen Möglichkeiten haben die Frau verängstigt und Resignation aufkommen lassen. Auch fehlt plötzlich der tägliche Lebensinhalt, sodass sie ein Gefühl der fehlenden Lebensberechtigung entwickelt. Sie wirkt psychisch zurückgezogen, passiv, defensiv und bemüht.

Behandlungskonzept:
1. MORA- Bioresonanz-Therapie mit Fixprogrammen: 114 Basistherapie (hypoerg), 118 Schmerzbehandlung kalt, 120 Lymphaktivierung YIN (nur 3. Schritt), 131 Gewebe- und Durchblutungsstörung
2. Versuch Schmerztherapie mit Globuli, um die gefährlichen Nebenwirkungen der nichtsteroidalen Antiphlogistika bei der alten Dame zu vermeiden (Tramal und Voltaren retard in MT1, Globuli MT2, Verstärkung 150 bis 900, Programm 160)
3. lokale Therapie mit Lymphdiaral-Salbe von Pascoe, von distal nach proximal einmassieren.
4. Bachblüten: Weide und Walnuss zur Überwindung der neuen Selbstunsicherheit, der übertriebene Anpassung, der großen Lebensumstellung sowie dem Schicksalshader. 
5. Johanniskrauttropfen
6. Musik und Farbe als Konstitutionstherapie, zunächst Rot wegen der chronischen Energie-Mangelsituation im betroffenen Gewebe.

Bei den ersten Behandlungen, im Abstand von 2 Wochen, stellt sich heraus, dass die Analgesie-Globuli nur sehr mäßig wirksam sind. Frau S. berichtet zunächst über mehrere Stunden anhaltende Schmerzerleichterung nach der MORA-Therapie. Da die Schmerzen aber weiter im Vordergrund stehen, versuche ich, mit der Schmerzbehandlung nach Dr. Herrmann für chronische Schmerzen eine stärkere Wirkung zu erzielen. Außerdem beginne ich eine regelmäßige Narbenentstörung mit Programm 149 und der großen Aktivsonde im Bereich des Unterschenkels. Zur Unterstützung der Gewebe-Entschlackung und Verbesserung des chronisch gestörten Lymphflusses beginne ich mit Lymphdiaral Tropfen der Firma Pascoe. Zusätzlich wechsle ich die Farbtherapie auf Blau, da der Hauptschmerz im Bereich des Außenknöchels liegt und dem Blasenmeridian zuzuordnen ist.

Unter dieser Behandlung gibt es im Juli des Jahres erstmals lange, schmerzfreie Episoden im Tagesverlauf, allerdings kehren die Schmerzen, besonders nachts, immer wieder. Zu diesem Zeitpunkt verändert sich auch die psychische Situation der Patientin etwas: Ich habe den Eindruck, dass sie sich vor allen Dingen überflüssig und wertlos vorkommt, nachdem sie ihre Funktion als Pflegerin ihres Gatten in der Familie verloren hat. Der "unheilbare Schmerz " rückt sie wieder in das Zentrum des familiären Interesses, daher ist eine nachhaltige Besserung schwer zu erreichen. Aus diesem Grunde ändere zu diesem Zeitpunkt die Bachblüten-Therapie auf Lärche (Selbstwertprobleme, Minderwertigkeitskomplexe) und Wildrose (Resignation, Rekonvaleszenz Antriebslosigkeit). 

Im September des Jahres ist Frau S. beinahe schmerzfrei. Nachts kommt es noch selten zu einem klammerartigen Druckgefühl im Unterschenkel, die Verbesserung ist aber für die Patientin deutlich zu spüren. Parallel dazu ist es notwendig, den immer wieder Richtung 200 mmHg gehenden Blutdruck mittels allopathischer Mehrfachkombination (die Patientin will diese Tabletten keinesfalls aufgeben...) zu kontrollieren, dies gelingt schlussendlich sehr zufriedenstellend. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir Therapieintervalle von zwei Wochen eingehalten, jetzt werden die Intervalle auf 4 Wochen ausgedehnt. 

Im November hat sich die psychische Situation von Frau S. sehr erfreulich stabilisiert, sie ist wieder aktiv, interessiert und lebenslustig. Der Lokalstatus des Beines ist noch weitgehend unverändert, die Subcutis weiter stark verhärtet, allerdings treten nach der Therapie regelmäßig leichte Rötungen im Bereich des Unterschenkels auf. Sie geht inzwischen bei schönem Wetter mit einem Stock 3 km weit auf der Straße spazieren... 

Ende November stürzt Frau S über die Stiege und zieht sich eine mediale Schenkelhalsfraktur links, also auf der selben Seite wie der erkrankte Unterschenkel, zu. Diese wird mit einer dynamischen Hüftschraube versorgt, die Mobilität nach dem Krankenhausaufenthalt ist natürlich sehr gering. Aufgrund dessen unterbrechen wir für ca. zwei Monate die Therapie.
Ende Jänner beginnt allerdings wieder das typische Klammergefühl und das Jucken der Haut am linken Unterschenkel, sodass wir die Behandlung in gewohnter Weise im 4- Wochen Abstand fortsetzen. Die Segmentmessungen zeigen wieder ein insgesamt starkes Energiedefizit nach dem Krankenhausaufenthalt und der Operation, erholen sich in den nächsten Wochen allerdings immer weiter. Die Schmerzen am Unterschenkel verschwinden nach zwei Behandlungen vollständig. Auch die postoperativen Schmerzen im Hüftbereich klingen immer weiter ab, sie werden jeweils mit der Aktivsonde mitbehandelt.

Im Februar 2006 hat sie sich psychisch wieder vollständig stabilisiert, sie geht zu einer Freundin Karten spielen und auch mit einem Stock wieder auf der Straße spazieren.

Im April beklagt sie des öfteren ein thorakales Druckgefühl, eine koronare Herzkrankheit ist jedenfalls gut möglich, die Aortenstenose ja bereits bekannt. Eine invasive Diagnostik ist nicht indiziert, ein Therapieversuch mit Spartioltropfen (Besenginster) führt zu fast vollständiger Beschwerdefreiheit, sodass wir diese Medikation weiterführen.

Im Juli 2006 lässt sich im Lokalstatus eine deutliche Veränderung feststellen: Die vor einem Jahr fast bis zu zwei Dritteln des linken Unterschenkels hinaufreichend Dermatosklerose ist auf ein Band von etwa 5 cm Breite oberhalb des Knöchels sowie den vorderen Fußrücken zurückgegangen, proximal davon bzw. im vorderen Übergangsbereich von Fußrücken zu Unterschenkel ist die Unterhaut wieder weich und verschieblich...

Der Zustand der Patientin hat sich bis heute insgesamt während der letzten Monate weiter stabilisiert, es bestehen praktisch keinerlei aktuellen Probleme, die Therapie wird im 4-Wochen Abstand identisch weitergeführt, auch die Lokalbehandlung mit Lymphdiaral-Salbe, die jeweils am Ausgang des Mora-Gerätes informiert wird, haben wir beibehalten. Die Sklerose der Unterhaut geht sehr langsam immer weiter zurück, inzwischen ist bereits fast der gesamte Fußrücken wieder locker verschieblich, es bilden sich aufgrund dessen auch wieder erste Varizen am Fußrücken.

Insgesamt ist sowohl die Rückbildung einer derartig fortgeschrittenen Dermatosklerose und damit die Erhaltung des Unterschenkels (aufgrund der fortschreitenden, therapierefraktären Schmerzen ist bei fehlender kausaler Behandlungsmöglichkeit von Seiten der Dermatologie die Amputation des Unterschenkels als ultima ratio im Raum gestanden) ein sehr erfreulicher Therapieerfolg, zum anderen profitiert Frau S. auch sehr von der Stabilisierung ihrer psychischen Situation durch die Bachblüten- und Johanniskraut-Therapie. Besonders hervorzuheben ist in diesem Fall, dass aufgrund der oben beschriebenen, anfänglichen Skepsis der Patientin auf eine MORA-Diagnostik ganz verzichtet wurde und dieses Ergebnis allein durch die Anwendung von Fixprogrammen erreicht werden konnte.