Fall 2: Laktose-Histaminintoleranz, Dr. med. Roland Schaufler, Wien, Österreich

Zurück zur Übersicht

Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten, Lactose- und Histamin-Intoleranz

Patient: Barbara S., 35 Jahre

Behandlungszeitraum: 12/06 bis 6/07 + 10/07 bis 12/07

Anamnese:
Frau S. ist Italienerin und arbeitete jahrelang für die OSZE und war deshalb im Gebiet von Tschernobyl, außerdem in Bosnien während der Kriegshandlungen und auch im Kosovo tätig.
Erste Symptome vor ca. 3 Jahren, damals vor allem Flush an verschiedenen Körperstellen. Später Verdauungsstörungen und Erbrechen sowie Durchfall, daher mehrere kurze Krankenhausaufenthalte in Italien mit Infusionen und Antibiotika über mehrere Monate unter der Diagnose Gastroenteritis.

Später auch wiederkehrende Urticaria und Ödeme an verschiedenen Körperstellen.
Verschiedene Allergietests zunächst ohne Ergebnis.
Im Oktober 2006 wurden bereits in Wien Unverträglichkeiten gegen verschiedene biogene Amine festgestellt (Diaminooxidase-Mangel). Eine naturheilkundlich tätige Ärztin in Triest hat mittels Vega-Test im Sommer 2006 eine große Anzahl von Nahrungsunverträglichkeiten festgestellt. Seit damals entsprechende Diät mit spürbarer Verbesserung der Symptomatik. Desensibilisierungsversuche mit unverträglichem Essen haben immer wieder fehlgeschlagen und zu wieder verstärkten Symptomen geführt. 
Auch eine Lactoseintoleranz ist diagnostisch abgesichert.

Bei Vorstellung besteht eine primär intestinale Symptomatik mit Diarrhöen, Erbrechen, und Bauchschmerzen, allerdings auch regelmäßig Urticaria und Schlaflosigkeit. Frau S. hat während der letzten drei Jahre 7 bis 8 kg Körpergewicht verloren, wobei sie von Natur aus eine schlanke Person ist. Sie ist deutlich geschwächt und macht einen ausgezehrten Eindruck.

Aufgrund der seit drei Jahren bestehenden Beschwerden hat sie sich vor einigen Monaten entschlossen, ihre Arbeit bei der OSZE derzeit zurückzulegen. Sie lebt derzeit in Wien, da allerdings auch ihr Gatte bei der OSZE arbeitet, ist eine Abreise nach Malawi / Afrika für die nächsten zwei Jahre im März 2007 vorgesehen.

Behandlungskonzept:
1. Kontrolle der Histamin-vermittelten Symptomatik mit potenziertem Histamin (LM30) als Globuli.
2. Global- und Organ-Test nach Dr. Cornelissen zur systematischen Analyse des gesamten Systems und als Grundlage einer regenerativen und ausleitenden Therapie mit dem Mora Gerät.
3. Auffinden und Neutralisieren des Nahrungsmittel- Hauptallergens nach dem Cornelissen-System.
4. mikrobiologischer Darmaufbau.
5. Darmschleimhaut- Regeneration mit Kolostrum, Regacan und Allergolact.
6. parallele Behandlung mit potenziertem Eigenblut in fallender Potenz (C12-C1)
7. Zelle-Milieu-Regeneration des Darmes mit dem Bioresonanz Gerät ZMR 703
8. Erfassen des möglicherweise psychologischen Hintergrundes bzw. der seelischen Situation mittels Lüscher-Farbtest.

Die wichtigsten Ergebnisse des Global und Organ-Test: Massive Reaktion auf Histamin (V>1000), starke radioaktive Belastung (V140), Weizen- und Dinkel-Unverträglichkeit (V85) (maskiert Allergie, Hauptallergen), Schwermetallbelastung mit Blei und Cadmium, ausgeprägte Reaktion auf Nahrungsmittelzusatzstoffe (V130), möglicher Zahnherd 46, ausgeprägter Mangel an Selen und Zink, physiologische Darmbakterien, Peyer'sche Plaques und alle Darmabschnitte schwer gestört (V300-500), Schleimhaut-IgA und damit dieSchleimhaut-Integrität ebenfalls schwer beeinträchtigt (V 220).

In einem zweiten Anamnesegespräch konnten wir gemeinsam die radioaktive Belastung während der Aufenthalte in Russland und Bosnien als wahrscheinliche pathogenetische Ursache der aktuellen Darmsituation eruieren. Die Patientin wusste, dass sie an beiden Orten wahrscheinlich radioaktiver Bestrahlung ausgesetzt war. Ich vermute, dass dadurch die Integrität der Darmschleimhaut massiv gestört wurde und die multiplen Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten aufgetreten sind. Die während der Krankenhausaufenthalte über Monate verabreichten Antibiotika wegen Gastroenteritis haben die mikrobiologische Flora des Darmes vollständig zerstört und die Situation weiter verschlechtert.

Wir beginnen die Therapie Ende November 2006. Sehr erleichternd für die Patientin ist das gute und rasche Ansprechen auf die potenzierte Histamingabe, durch mehrere Gaben täglich kann sie die Urticaria und auch die intestinalen Symptome gut kontrollieren. Durch Vermeidung von sehr histaminhälten Speisen wird dieser Effekt gut unterstützt.

Im Jänner 2007 lässt die Patientin den beherdeten Zahn 46 ziehen. Zu diesem Zeitpunkt ist klar, dass eine Abreise im März mit dem Abschluss der Therapie sicher nicht vereinbar sein wird. Deshalb veschiebt sie ihre Abreise auf Juni 2007, auch deshalb, da sie zusätzlich zu ihrer bereits schwierigen Situation aufgrund der Reisebestimmungen für Malawi eine lange Liste von Impfungen durchführen lassen muss, die ihr immunologisches System weiter belasten werden. Wir vereinbaren, dass die Impfungen gestaffelt durchgeführt werden sollen und wir unmittelbar danach eine entsprechende Ausleitung durchführen werden.

Die notwendige Weizenkarenz während der Neutralisation wird von der Patientin strikt eingehalten, überhaupt ist die Mitarbeit der Patientin ausgezeichnet. Ende Jänner 2007 fühlt sich die Patientin bereits sehr wohl, sie hat keinen Juckreiz mehr und auch die intestinalen Symptome sind fast verschwunden, ebenso die Schlaflosigkeit. Zu diesem Zeitpunkt beginnt sie auch wieder langsam lactosehältige Lebensmittel zu sich zu nehmen, unter kleinen Mengen Käse ist sie weiter beschwerdefrei. Zu stark lactosehaltigen Speisen verwendet sie Laktase-Kapseln, die die Verträglichkeit deutlich verbessern.

Zwischen Februar und Mai 2007 führe ich am Mora-Gerät in den einmal wöchentlich stattfindenden Sitzungen die Weizen-Neutralisation weiter, um dieses starke Allergen möglichst effektiv zu behandeln. Parallel dazu werden die im 1- bis 2-wöchigen Abstand verabreichten Impfungen für die Reise durch die Bioresonanz-Behandlung ausgeleitet. Die immunologische Belastung durch die zahlreichern Impfungen führt die Situation immer wieder an den Rand der Kompensation, leider kann diese Belastung durch die geplante Abreise nicht verhindert werden.

Mitte Juni 2007 verlässt die Patientin planmäßig Wien und wir beenden damit unseren 1.Therapiezyklus. Zu diesem Zeitpunkt ist sie beschwerdefrei, sie verträgt sämtliche Nahrungsmittel gut, achtet allerdings darauf, möglichst selbst zu kochen und keine fertigen Speisen zu sich zunehmen. Die Histamin-Globuli nimmt sie nur noch einmal täglich, die Nachmessung des gesamten Global- und Organ-Testes zeigt eine ausgeprägte Verbesserung der gesamte Situation, auch das damit überprüfte Ergebnis der orthomolekularen Substitution mit Zink und Selen ist zufriedenstellend. Besonders erfreulich ist die stark reduzierte radioaktive Belastung (V27), dies wurde einerseits mittels Bioresonanz Behandlung mit dem Mora-Gerät mit Hilfe der 3-Keimblatt-Nosode (Speichel/Harn/Blut) versucht, andererseits habe ich ihr Radium bromatum LM16 Globuli während der gesamten Behandlungszeit verordnet.

Ende September 2007 kehrt die Patientin für mehrere Wochen aus Afrika nach Wien zurück, um eine Überprüfung ihrer körperlichen Situation bei mir durchführen zu lassen. Bis auf gelegentlich auftretende Müdigkeitsphasen nach dem Essen und minimale Urticaria alle 3-4 Wochen ist sie beschwerdefrei. In der Nachmessung des Global- und Organ-Tests findet sich ein neuerliches leichtes Aufflackern der Weizen-Unverträglichkeit (V25), die Impf-Neutralisation hat offenbar gut angehalten. Wir vereinbaren daher nochmals eine 4- bis 6-wöchige Neutralisation der Weizen Situation mit dem Mora-Gerät nach Dr. Cornelissen. Die Kontrolle des Histamins ergibt einen niedrigen, jedoch nicht normalen Wert V50), was der milden Restsymptomatik entspricht. 

Durch die Kombination von Darmschleimhaut-Regeneration, mikrobiologischer Darmtherapie (5 Monate) und Neutralisation des Hauptallergens Weizen als Basis der Behandlung, kombiniert mit den erwähnten zusätzlichen Maßnahmen konnte diese schwere Form der Nahrungsmittel-Intoleranz gut kontrolliert werden. Es zeigte sich auch klar, dass die Histamin- und Lactoseintoleranz rein sekundärer Natur waren, nach Regeneration der Darmschleimhaut sind diese praktisch verschwunden.